Politics-To-Go zum Thema: „Die Verschiebung des globalen Machtgleichgewichts: Europas Wirtschaftsstrategie im Zeitalter der Geo-Ökonomie“

Audiocast #7 vom 31. Juli 2007

Wir stehen am Beginn einer epochalen Umwälzung der internationalen Politik und der Weltwirtschaft. Für Dr. Eckard Bolsinger werden der Aufstieg Asiens und das Wiedererstarken Russlands dazu führen, dass der Westen an relativer Bedeutung verlieren wird. Doch statt sich der globalen Verschiebung der Machtbalance zu stellen, konzentriert sich Europa viel zu sehr auf seine inneren Probleme. Das Denken in globalen Dimensionen überlässt es lieber den anderen Staaten. Bolsinger glaubt, dass Europa an internationalem Einfluss verlieren wird, wenn es nicht eine strategische Konzeption von seiner Rolle in der Weltwirtschaft entwickelt und nach außen an Handlungsfähigkeit gewinnt. Für Bolsinger bedeutet dies zuallererst, dass die Europäer begreifen müssen, dass wirtschaftliche Fragen auch Machtfragen sind und dass der Inhalt der Politik immer stärker durch ökonomische Faktoren geprägt sein wird. Diesen engen Zusammenhang von Politik, Macht und Wirtschaft nennt Bolsinger Geo-Ökonomie.

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