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Politics-To-Go zum Thema: „Die deutsch-französischen Beziehungen - Zwischen Freundschaftsrhetorik und Interessenpolitik“

Audiocast #9 vom 30. September 2007

Stichwahl in Paris, 6. Mai 2007: Nach der langen Präsidentschaft Jaques Chiracs und der gescheiterten Verfassung der Europäischen Union bestehen Hoffnungen in ganz Europa auf frischen Wind für Frankreich, die deutsch-französischen Beziehungen und die EU.

Heute steht fest: Wind hat der französische „Hyperpräsident“ Nicolas Sarkozy ohne Zweifel gebracht, doch so stark und unberechenbar wie der weht, haben ihn sicher nicht alle erwartet. Ob die Inszenierung der Begnadigung der bulgarischen Krankenschwestern in Libyen, die Waffengeschäfte mit der libyschen Regierung, die Ankündigung, Frankreich werde die Zusage auf einen ausgeglichenen Haushalt im Jahr 2010 nicht einhalten oder Pläne über eine Union der Mittelmeer-Anrainer-Staaten – Sarkozy betreibt pure Interessenpolitik, die wenig Rücksicht auf die Befindlichkeiten anderer Länder nimmt.

Vita Thormann, Mitarbeiterin am HAUS RISSEN HAMBURG, analysiert die gegenwärtige Lage der deutsch-französischen Beziehungen. Für Thormann steht die deutsche Frankreichpolitik vor einer klaren Entscheidung: Statt weiterhin einem sentimentalen Verständnis der deutsch-französischen Beziehungen anzuhängen, sollte die deutsche Bundesregierung die Interessenpolitik Frankreichs akzeptieren und auch die eigenen Interessen entschlossener in den Vordergrund stellen.

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