Politics-To-Go zum Thema: „Sollte die Türkei aufgrund eines gemeinsamen Sicherheitsverständnisses im Nahen Osten in die Europäische Union aufgenommen werden?“

Audiocast #11 vom 3. Dezember 2007

Auf der Grundlage der Szenarien in der Mapping the Global Future 2020 von Wissenschaftlern im Auftrag des amerikanischen National Strategy Institut wurde beschrieben, dass die Erweiterung um die Türkei die EU außenpolitisch stärken würde und den regionalen Bezug und somit das elementare europäische Interesse an dem Nahen Osten erhöhen würde. Einzig die Aufnahme der Türkei würde die EU in die Möglichkeit bringen globale Ordnungsmacht zu werden, diese Aufnahme sei somit nur noch eine Frage der Zeit.

Dennoch bleiben für Ricarda Steinbach, wissenschaftliche Mitarbeiterin des HAUS RISSEN HAMBURG und Expertin im Bereich europäische Sicherheitspolitik, trotz der positiven Prognose zur militärischen und strategischen Stärkung der EU durch die Türkei einige Frage offen. Diese Konstellation – eine Europäische Union mit der Türkei – wäre nur dann von sicherheitspolitischem Vorteil, wenn die EU ein eigenständiges sicherheitspolitisches Profil hätte, so wie in der europäischen Sicherheitsstrategie 2003 als Absichtserklärung festgeschrieben, und wenn es ein gemeinsames Sicherheitsverständnis der europäischen Staaten mit der Türkei gäbe.

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