URL: http://www.hausrissen.org/e67/e88/e1316/index_ger.html

HAUS RISSEN HAMBURG

HAUS RISSEN HAMBURG Globalisierung HR Forum 6. HR Forum   · 

»Hamburg Airport – Wachstum für und mit der Metropolregion«

Michael Eggenschwiler, Sprecher der Geschäftsführung der Flughafen Hamburg GmbH, sprach am Mittwoch den 22. Mai 2007 im Rahmen des 6. HAUS RISSEN FORUMS über den Hamburger Flughafen und seinen Wachstumskurs.

Zoom (46KB)

Der Flughafen Hamburg ist der älteste Flughafen Deutschlands und konnte 2006 mit knapp 12 Millionen Passagieren das erfolgreichste Geschäftsjahr in der Geschichte des Flughafens verzeichnen. Mit diesem stetigen Wachstum wurde der Airport in Fuhlsbüttel zum viertgrößten Flughafen der Republik. Hierfür verantwortlich ist Michael Eggenschwiler. Der Schweizer Betriebswirt, der sich schon in frühester Kindheit für die Luftfahrt begeisterte, kam 2003 zum Hamburger Flughafen. Bereits nach zwei Jahren übernahm Eggenschwiler die Führung der Flughafen Hamburg GmbH.

Was die Wirtschaftlichkeit und die Ergebnisse angeht, sieht Michael Eggenschwiler den Hamburger Aiport an der Spitze der deutschen Flughäfen. Ein stabiler Personalbestand, Outsourcing und der Standort Hamburg sind nur drei der vielfältigen Faktoren, die nach Eggenschwiler für die dynamische Entwicklung des Flughafens verantwortlich sind. Hinzu kommt die erfolgreiche Privatisierung des Unternehmens. Inzwischen ist nicht mehr die Stadt Hamburg alleiniger Gesellschafter, sondern der internationale Baudienstleister Hoch Tief ist mit 49 Prozent eingestiegen. Nach Eggenschwiler funktioniert das Zusammenspiel der beiden Gesellschafter gut. Hoch Tief bietet einen guten Gegensatz zur Behördlichkeit und zum städtischen Denken der Hansestadt. Da die 51 Prozent der Stadt nicht nur Einfluss, sondern auch eine anständige Rendite sichern, ist ein Börsengang in näherer Zukunft nicht in Sicht.

Zoom (61KB)

Ziel dieses Jahres ist die 12 Millionen Marke zu erreichen. Doch das Wachstumpotential des Hamburg Airport ist damit nicht ausgeschöpft. Durch größere Flugzeuge wird eine bessere Auslastung und damit weiteres Wachstum ermöglicht werden. Doch Eggenschwiler räumt ein, dass man nicht von einem unbegrenzten Wachstum sprechen könne. Seine Prognose ist ein jährliches Wachstum von 4 Prozent bis zum Jahr 2010, danach wird es zu einer Abflachung kommen.

Dem Image der schlechten Erreichbarkeit Hamburgs will Eggenschwiler durch einen Ausbau der internationalen Langstrecken entgegen wirken. Doch der Schwerpunkt liegt für den Geschäftsführer der Flughafen Hamburg GmbH immer noch auf den europäischen Verbindungen, die 90 Prozent des Flugverkehrs ausmachen. Hamburg ist kein Drehkreuz wie Frankfurt und neue Strecken sind wirtschaftlich nicht unproblematisch. Doch Eggenschwiler sieht in der neuen Generation von Flugzeugen eine Chance, Hamburg wirtschaftlich attraktiver zu bedienen.

Zoom (53KB)

Auf Beschwerden über die Stadtnähe des Flughafens reagiert Eggeschwiler nach eigener Aussage offen und offensiv. Nach Eggenschwiler hat der Airport seine Funktion für die Stadt sowie für die Region und ist ein Element des Wohlstandes der Hansestadt. Die Umweltbelastung durch Flugverkehr nimmt das Unternehmen aber nicht auf die leichte Schulter. Laut Eggenschwiler bemüht sich der Hamburg Airport im Rahmen der Möglichkeiten, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Belastung gering zu halten. So dürfen Maschinen eines gewissen Baujahrs gar nicht und andere nur noch zu bestimmten Zeiten landen. Durch Flugzeitenregelungen, Gebührenzuschläge, Lärmschutz und moderne Technik versucht die GmbH zudem, die Hamburger Bevölkerung zu entlasten. Diese Einstellung gehört für Eggenschwiler zur Unternehmensphilosophie, doch es gibt auch Grenzen.

Für die Zukunft plant Eggenschwiler eine Verbesserung der Infrastruktur und eine engere Kooperation mit den Flughäfen der Umgebung. Ein Standortwechsel und eine Rückkehr zu den Plänen Kaltenkirchen oder Parchim zieht Eggenschwiler nicht in Betracht. Im Rahmen des Projektes HAM 21 ist des Weiteren der Bau der Aiport Plaza und weiterer Parkplätze geplant. Eggenschwiler bezeichnet dieses Vorhaben als ästhetisches und funktionales Konzept, das eine Erlebniswelt und Einkaufsmöglichkeiten für die Passagiere des Hamburg Airport schaffen soll und dem Unternehmen weitere Erlöschancen bietet.

An die Hamburger Politik hat Eggenschwiler außer der Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit keine weiteren Wünsche.

Fragen und Auskünfte
Fragen und weitere Auskünfte zum HAUS RISSEN Forum erhalten Sie direkt bei Dr. Eckard Bolsinger oder per E-mail an forum (a) hausrissen.org


© 25.07.08 21:23 HAUS RISSEN HAMBURG