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»Erfolg lebt von Visionen – die europaweite Expansion der ECE-Einkaufszentren«

Alexander Otto, Vorsitzender der Geschäftsführung der ECE Projektmanagement GmbH, sprach am Donnerstag den 07. Juni im Rahmen des 7. HAUS RISSEN FORUMS über die erfolgreiche Positionierung seines Unternehmens und die Wachstumspotentiale in der Immobilienbranche.

Die ECE Projektmanagement GmbH mit Hauptsitz in Hamburg wurde 1965 von Werner Otto gegründet. In Hamburg betreibt die ECE, deren Firmenname für „Einkaufs-Center Entwicklungsgesellschaft“ steht, das Elbe- und das Alster-Einkaufszentrum sowie das Phoenix- und das Billstedt-Center. Neben dem Bereich der innerstädtischen Shopping Center plant, realisiert, betreibt und vermietet die ECE Verkehrsimmobilien, Logistikzentren, Firmenzentralen, Bürokomplexe, Industrie- und Gesundheitsimmobilien sowie weitere Spezialobjekte. Damit vereinigt ECE sämtliche Kompetenzen rund um die Immobilie unter einem Dach. Alexander Otto, der in Amerika Sozialwissenschaften und Wirtschaft studierte und erste Erfahrungen in der Immobilienbranche sammelte, kehrte 1994 nach Hamburg zurück und war die nächsten Jahre als Projektmanager bei ECE tätig. Seit 2000 ist er Vorstandschef des Hamburger Unternehmens.

Das Einzigartige an ECE ist nach Otto die gesamte und ganzheitliche Projektierung von Einkaufszentren. ECE führt seine Projekte von der ersten Planungsidee bis zur endgültigen Realisierung selber durch. So werden alle Bereiche und Komponenten aus einer Hand abgedeckt. Zur Realisierung der Projekte kooperiert die ECE Projektmanagement GmbH mit einem großen Spektrum von Finanzinvestoren. Aufgrund des großen Planungsvolumens nimmt ECE immer häufiger Mehrheitsgesellschafter auf und arbeitet mit starken institutionellen Partnern zusammen.

 

Die große Diversifikation der Geschäftsfelder ist unter anderem durch die Skepsis gegenüber den Expansionschancen im Bereich der innerstädtischen Shopping Center entstanden, die nach Otto glücklicherweise unbegründet blieb. Momentan hat ECE so viele Neubau-, Erweiterungs- und Restrukturierungsprojekte in Deutschland wie noch nie. In Hamburg ist aktuell die Erweiterung und Restrukturierung des Elbe-Einkaufszentrums und die Neugestaltung der Hamburger Straße geplant. Auf der anderen Seite ist es nach Otto trotzdem wichtig, auch die anderen Geschäftsfelder der ECE weiter auszubauen. So ist beispielsweise die Zusammenarbeit mit externen Partnern nicht nur ein profitables Standbein, sondern auch eine Möglichkeit, seine Kapazitäten anderweitig einzusetzen.

Insgesamt sieht Otto in Deutschland noch viel Potenzial für weitere Einkaufszentren. Das Verhältnis von Einwohnern zu Shoppingfläche der Republik liegt unter dem EU-Durchschnitt. Gleichzeitig schätzt Otto aber auch, dass in Deutschland kein unbegrenztes Wachstum zugelassen und auf eine sensible Stadtplanung gesetzt wird. In den letzten Jahren hat die ECE zudem den Fokus auf das Auslandsgeschäft gelegt. Das Unternehmen ist in 15 Ländern aktiv. Schwerpunkt der Auslandsaktivitäten liegt jedoch auf den osteuropäischen Ländern und dem deutschsprachigen Ausland.

Immer wieder stehen die großen ECE-Einkaufszentren in der Schusslinie von Denkmalschützern und Globalisierungsgegnern. Doch nach Otto ist das Unternehmen bemüht, architektonisch anspruchsvolle Unikate zu bauen, die sich individuell in das Stadtbild einfügen und nachhaltig erfolgreich sind. Zudem würden einige historische Denkmäler, wie beispielsweise das Braunschweigerschloss, ohne das Projektengagement von ECE nicht wieder aufgebaut werden. Nach Otto ist die Erhaltung in Kombination mit der Zweckentfremdung dem Zerfall vorzuziehen. Zusätzlich ist es den internationalen Tätigkeiten und dem Auslandsexport zu verdanken, dass sich die Mitarbeiterzahl in den letzten Jahren verdoppelt hat und der Standort Deutschland gestärkt wird. Hinzu kommt, dass sich das Centermanagement um einen gesunden Mix von nationalen Ketten, regionalen Einzel- und kleinen Fachhändlern bemüht, auch wenn Duplikationen und Abwanderungen nicht ganz vermieden werden können.

Neben der Tätigkeit im Unternehmen hat Alexander Otto die Stiftung „Lebendige Stadt“ gegründet, die Personen aus Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenbringt. Die Stiftung ist in Hamburg unter anderem für die Illumination der Speicherstadt und die Neugestaltung des Jungfernstiegs verantwortlich.


© 07.10.08 06:35 HAUS RISSEN HAMBURG