Der Vorstandsvorsitzende der Hamburger Hochbahn beschrieb die Hindernisse und Stolpersteine, die es in der Anfangszeit zu überwinden galt. Der Referent betonte, dass vor allem die Mitarbeiter miteinbezogen werden müssten, da sie der wichtigste Faktor der Neuausrichtung des Unternehmens seien. Dass dies nur mit und nicht gegen die Sozialpartner geschehen könne, werde zu häufig unterschätzt. Verhandlungsgeschick und individuelle Tariflösungen seien dabei nur ein Teil der Maßnahmen, um notwendige Einschnitte durchzuführen. Vielmehr müssten die Mitarbeiter in ihrem grundlegenden Verständnis für den Markt geschult werden und könnten dann erst aus dem Erfolg „ihres“ Unternehmens auf dem Markt Motivation schöpfen. Daneben müsse vermittelt werden, dass jede Maßnahme nicht nur Einschränkungen, sondern Chancen für die Zukunft in sich berge.
Elste beschränkte sich nicht nur darauf, Vorgehensweise und Ziele aufzulisten, sondern verstand es, die Zuhörer mit kleinen Anekdoten über den ganzen Abend hinweg für das Thema zu begeistern. So illustrierte er das Selbstverständnis der ehemals Staatsbediensteten der Hochbahn und deren besondere Weltsicht geistreich mit der fiktiven Schlagzeile „Hochbahner heiratet Bürgerliche“.
Auf diese Weise brachte er selbst abstrakte Themen, wie die Kostenreduktion, kurzweilig und mit bisweilen süffisantem Unterton dem Publikum nahe. Als Beispiel für Verbesserungen führte er ins Feld, dass nun größere Tankkapazitäten in Bussen zwei Tage Betrieb ohne Nachtanken erlaubten und dadurch die Kosten gesenkt werden konnten. Darüber hinaus sei unter anderem der Einsatz der Sicherheitskräfte in der U-Bahn nur auf den ersten Blick ein unnötiger Kostentreiber: Geringere Schäden durch Vandalismus und deutlich gestiegene Fahrgastzahlen machten die Investition mehr als wett.







