1954 wird die Bundesrepublik Deutschland fünf Jahre alt. Der zweite Weltkrieg ist noch keine zehn Jahre beendet, in Deutschland gilt noch das Besatzungsstatut. Mit dem Verbot der "Sozialistischen Reichspartei" und der "Kommunistischen Partei Deutschlands" hat die junge Republik erste Herausforderungen bestanden. Doch der Streit um die Wiederbewaffnung und die Einführung der Bundeswehr droht die Gesellschaft zu zerreissen.
Es ist also nicht verwunderlich, dass 1954 eine Gruppe Hamburger Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Industrie und Universität den demokratischen Neuanfang mit politischer Bildungsarbeit unterstützen will. Prof. Helmut Thielicke, Dr. Günter Schlicht und Dr. Ernst Zunker, die den ersten Vorstand des Trägervereins bilden, sowie Dr. Heinrich Dräger, Dr. Otto Friedrich, Prof. Pascual Jordan, Prof. Volkmar Herntrich, Manfred Freiherr von Schröder, Dr. Alfred Toepfer, Dr. Otto Wachs und Pater Dr. Hans Wulf, die unter dem Vorsitz Erik Blumenfelds das erste Kuratorium bilden, gründen gemeinsam das "Internationale Institut für Politik und Wirtschaft" im HAUS RISSEN.


