UNO-Symposium: Der Kampf um Ressourcen: eine Bedrohung für die internationale Sicherheit?

Bohrinsel

Spätestens seit der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) im Jahr 2007 ist das Thema Klimawandel wieder in aller Munde. Bei der Analyse des Klimawandels und seiner Folgen wurde insbesondere die meteorologischen Folgen, wie die Zunahme des globalen Treibhauseffekts, der Anstieg des Meeresspiegels oder die Zunahme extremer Wetterphänomene als Primärfolgen diskutiert, während die Sekundärfolgen, wie wirtschaftliche, politische und soziale Konsequenzen weitgehend unberücksichtigt blieben. Zunehmend rücken nun aber auch diese in den Mittelpunkt der Debatte, werden dann aber lediglich unter den Aspekten Klimawandel und Ressourcen (insbesondere Energieträger) oder Klimawandel und Sicherheit diskutiert.

Getreide

In Zusammenarbeit mit dem Internationalen Seegerichtshof (ITLOS) möchte das HAUS RISSEN HAMBURG (HRH) mit einem UNO-Symposium das Spannungsfeld zwischen Ressourcen, Klimawandel und Sicherheit für die Öffentlichkeit stärker in den Blickpunkt stellen. Folgende Konfliktfelder sollen dabei u.a. beleuchtet werden:

1. Verbrauch nicht erneuerbarer Energien
2. Klimabedingte Degradation von Süßwasserressourcen
3. Klimabedingter Rückgang der Nahrungsmittelproduktion


Aus den genannten Bedrohungen ergibt sich eine Überforderung der klassischen Sicherheitspolitik und des heutigen Global-Governance-Systems. Zwischenstaatliche Auseinandersetzungen werden weiter zunehmen und Zerfalls- und Destabilisierungsprozesse anschwellen. Auf diese und weitere sozioökonomische Herausforderungen muss die internationale Gemeinschaft reagieren - durch eine sinnvolle Verbindung von Ressourcen-, Klimaschutz- und Sicherheitspolitik. Hierfür möchte das UNO-Symposium mögliche Lösungsansätze liefern und diese Entscheidungsträgern für Verhandlungen über ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls zur Verfügung stellen.

HAUS RISSEN HAMBURG widmet sich diesem zentralen Zukunftsthema, indem es ausgewiesene Experten mit Personen der Zivilgesellschaft zusammenbringt.

Programm
Mittwoch, 8. Oktober 2008
18:00-18:45 Uhr
Teilnehmerregistrierung und Empfang

18:45-19:00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Dr. Philipp-Christian Wachs (Geschäftsführender Direktor, HAUS RISSEN HAMBURG)
Patrick Rosenow, M. A. (Referent Vereinte Nationen, HAUS RISSEN HAMBURG)

19:00-20:00 Uhr
Neue Herausforderungen für die UN im
21. Jahrhundert: von der internationalen zur menschlichen Sicherheit
Prof. Dr. Manuel Fröhlich (Institut für Politikwissenschaft, Friedrich-Schiller-Universität Jena)

20:00 Uhr
Diskussion mit anschließendem Buffet


Donnerstag, 9. Oktober 2008
09:00-09:15 Uhr
Teilnehmerregistrierung

09:15-10:30 Uhr
Die Auswirkungen des Klimawandels auf Ressourcenkonflikte
Prof. Dr. Jürgen Oßenbrügge (Universität Hamburg, Institut für Geographie, Arbeitsbereich Wirtschaftsgeographie)
Dipl.-Geogr. Lars Wirkus (United Nations University, Bonn, Institute for Environment and Human Security)

11:00-12:30 Uhr
Aktuelle Konflikte in der Welt Folgen einer Ressourcenknappheit?
Generalleutnant a. D. Manfred Eisele (ehem. UN Assistant Secretary General for Planning and Support of Peacekeeping Operations, New York)
Oberstleutnant i.G. Manfred Richard Ertl (Führungsakademie der Bundeswehr, Hamburg und ehem. Mitarbeiter im Department of Peacekeeping Operations, New York)

14:00-15:30 Uhr
Die Umwelt- und Ressourcenpolitik im Rahmen der UN Chancen für eine Kooperation?
Marcos Montoiro (United Nations Convention to Combat Desertification UNCCD, Bonn) (Englisch)
Dr. Nils Meyer-Ohlendorf (Senior Fellow am Ecologic Institute, Berlin)

16:00-17:30 Uhr
Umweltsicherheit als Gegenstand deutscher und europäischer Krisenprävention: Ansatzpunkte für die UN?
Steffen Bauer, M.A. (Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, Bonn)
Dipl.-Pol. Dennis Tänzler, M.A. (Adelphi Research gGmbH, Berlin)

19:00 Uhr
Buffet mit anschließendem Abendprogramm

20:00 Uhr
Fotodokumentation: Expedition in polare Welten
Dipl.-Ing. Sven Vöge und Thomas Schwartz (Polarworld e.V., Berlin)


Freitag, 10. Oktober 2008 (im ITLOS)
09:30-09:35 Uhr
Begrüßung (Englisch)
Doo-young Kim, Deputy Registrar (Internationaler Seegerichtshof, Hamburg)

09:35-11:30 Uhr
Exkurs: neue Konflikte um Ressourcen in der Arktis?
Dipl.-Ing. Margarete Pauls (Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven)

11:30-13:00 Uhr
Führung durch den Internationalen Seegerichtshof
Johanna van Kisfeld, Ximena Hinrichs (Englisch) (Internationaler Seegerichtshof, Hamburg)

Die Teilnahmegebühr* (inklusive Übernachtungsmöglichkeit, Vollpension, Konferenzmaterial) beträgt
- 99,- Euro (Normalpreis)
- 89,- Euro (ermäßigter Preis für Studierende**)

* Es handelt sich hierbei um geförderte Beiträge, die bei Nichtwahrnehmung der Übernachtung nicht reduziert werden können. Anmeldung erbeten bis zum 1. Oktober 2008. Die Anmeldung gilt erst als verbindlich, nachdem die Teilnahmegebühr auf unserem Konto eingegangen ist. Bitte überweisen Sie bei Anmeldung den Teilnehmerbeitrag unter dem Stichwort "UNO-Symposium 2008" und Angabe des Namens auf das Konto 601 22 23 bei der HypoVereinsbank AG Hamburg (BLZ 200 300 00).
** Bitte gültigen Studierendenausweis vor Konferenzbeginn als Kopie zuschicken.

Adressen:
HAUS RISSEN HAMBURG
Rissener Landstraße 193
22559 Hamburg

Internationaler Seegerichtshof ITLOS
Am Internationalen Seegerichtshof 1
22609 Hamburg

Ansprechpartner:
Bei Anmeldungen und Fragen organisatorischer Art, wenden Sie sich bitte an Karin Farchtchi-Heydari, E-Mail, Tel.: 040-81907-24
Bei Fragen inhaltlicher Art wenden Sie sich bitte an Patrick Rosenow, M.A., E-Mail, Tel.: 040-81907-15

Der Kampf um Ressourcen: eine Bedrohung der internationalen Sicherheit?
         
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