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Bundeswehr-Gruppe zu Besuch in der Hamburger Synagoge Hohe WeideBereits vor mehreren Wochen organisierte HAUS RISSEN für elf Soldatinnen und Soldaten des Planungsamtes der Bundeswehr einen Besuch in der Hamburger Synagoge Hohe Weide, um mit Vertretern der jüdischen Gemeinde zum Thema Antisemitismus ins Gespräch zu kommen. Was bei der Planung noch keiner ahnen konnte: Dieses Thema ist leider brandaktuell!

Gerade einmal zwei Tage vor dem Besuch der Bundeswehrgruppe wurde ein jüdischer Student attackiert und schwer verletzt. So war es nicht verwunderlich, dass diese schreckliche Tat im Mittelpunkt der Diskussionen der Soldatinnen und Soldaten mit zwei Vorstandsmitgliedern der jüdischen Gemeinde Hamburgs stand, die noch sichtlich mitgenommen anhand der unfassbaren Tat waren.

Umso mehr freute es die Gruppe aus dem Planungsamt der Bundeswehr, dass der Besuch wie geplant stattfinden konnte und man sich viel Zeit für die vielen Fragen der Soldatinnen und Soldaten nahm. Zu Beginn des Termins wurde die Gruppe durch die Synagoge geführt, wobei die Vertreter der jüdischen Gemeinde den Ablauf eines Gottesdienstes erklärten und die Fragen der Anwesenden beantworteten. Wird der Gottesdienst komplett auf Hebräisch abgehalten? Wie sieht eine Torarolle eigentlich aus? Wie viele Mitglieder zählt die Gemeinde in Hamburg?

Bundeswehr-Gruppe stellt Fragen in der Hamburger Synagoge Hohe WeideAuch in der anschließenden Diskussion konnten die Soldatinnen und Soldaten all ihre Fragen zum Thema jüdisches Leben in Deutschland stellen, die die beiden Vertreter der Gemeinde kompetent beantworteten. Sei es eine Frage zur Geschichte des Judentums, zum Alltag jüdischen Lebens oder zum Verhältnis der Gemeinde zum Staat Israel – keine Frage kam zu kurz.

Am Ende stand jedoch, wie sollte es anders sein, die antisemitische Tat zwei Tage zuvor im Mittelpunkt des Besuchs. So verließ die Gruppe die Synagoge mit einem gemischten Gefühl. Zwar konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viel Neues über das Judentum und jüdisches Leben in Deutschland lernen, aber auch die Sorge um den zunehmenden Antisemitismus in Deutschland ließ die Gruppe an diesem Tag nicht los.

Auch in Zukunft wird sich HAUS RISSEN den Themen Antisemitismus und jüdisches Leben in Deutschland widmen und Seminare sowie Exkursionen hierzu als Teil seines Programms der Erwachsenenbildung anbieten. Themen, die mehr Aufmerksamkeit bedürfen und deren Bedeutung angesichts zunehmender Tendenzen der Polarisierung in der Gesellschaft immer mehr zunimmt.

Ansprechpartner im HAUS RISSEN: Dirk Schmittchen

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