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LinkedIn I 3175 x 3969 I 16.04.2026 I Eskalation NahostWie lassen sich hochkomplexe geopolitische Konflikte wie der Nahostkonflikt so vermitteln, dass junge Menschen Orientierung gewinnen – und Schulen dabei nicht allein gelassen werden?

Ein Interview mit Marius Fröchling aus der Jugendbildung im HAUS RISSEN

Lieber Marius, was war der Anlass für das Seminar?

Jedem ist klar, dass dieses Thema, befeuert durch Social Media, von besonderer Brisanz ist und aktuell ein stark emotionalisierter Diskurs geführt wird – auch in den Schulen. Lehrkräfte stehen daher vor der Herausforderung, dieses komplexe Thema angemessen im Unterricht zu behandeln. Hier setzt unser Seminar an.

Welchen Mehrwert bietet das Format?

Wir haben uns zunächst (und fortlaufend) viel mit dem Konflikt beschäftigt. Und wir haben das Seminar interdisziplinär aufgebaut, bringen sicherheitspolitisches Wissen mit jugendorientierter Didaktik zusammen. Wir schaffen Räume, in denen Schulklassen mit Expertinnen und Experten zusammenkommen, um aktuelle Konflikte fundiert, ausgewogen und dialogorientiert zu bearbeiten. So entlasten wir Lehrkräfte und stärken gleichzeitig die Politische Bildung junger Menschen.

Wer nimmt teil?

Das Angebot richtet sich sowohl an Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 13 aber auch an Auszubildende in Unternehmen. Zuletzt haben vier Schulklassen aus Niedersachsen teilgenommen – ermöglicht durch den Rotary Club Soltau.

Was sind die zentralen Ziele?

Wir wollen den Perspektivwechsel, indem wir mit kleinen Rollenspielen arbeiten. Zudem stärken wir die Urteilsfähigkeit durch die Darstellung der Vielschichtigkeit des Themas. Und wir befähigen Jugendliche, populistischen Vereinfachungen reflektierter zu begegnen. Gleichzeitig leisten wir einen Beitrag zur Prävention von Polarisierung und Radikalisierung durch respektvollen Dialog, der alle Stimmen gleichermaßen zu Wort kommen lässt.  

Welche Wirkung hast du beobachtet?

In nahezu allen Durchführungen konnten wir ein großes Interesse der jungen Leute am Thema beobachten. Die Lehrkräfte haben uns zurückgemeldet, dass in unseren Formaten auch Schüler das Wort ergreifen, die sich im Unterricht eher zurückhalten. Da es äußert schwierig ist, sich in diesem Konflikt zu positionieren, tun wir das explizit und provokant – daraufhin ereifern sich die Teilnehmenden regelrecht. Schließlich ordnen wir gemeinsam ein und ziehen Schlüsse.

Lieber Marius, vielen Dank für das Gespräch.

Um unsere Arbeit nachhaltig auszubauen und mehr Schulen und Ausbildungsbetriebe zu erreichen, sind wir auf starke Förderpartner angewiesen. Lassen Sie uns ins Gespräch kommen, wenn Sie Bildungsformate mit gesellschaftlicher Wirkung unterstützen möchten.

Weitere Informationen zu unseren Jugendbildungsangeboten finden Sie unter: Jugendbildungsangebote

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