Ein Interview mit Julika Stenzel zum Klimaplanspiel von HAUS RISSEN
Liebe Julika, worum geht es im Klimaplanspiel?
Unser Klimaplanspiel „Was kostet die Welt“ verbindet die Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel. Die Teilnehmenden übernehmen die Rollen der Regierungen von sechs fiktiven Ländern. In Teams verhandeln sie Maßnahmen gegen den Klimawandel und zur Anpassung daran.
Dabei haben die Länder alle unterschiedliche Voraussetzungen. Sie sind unterschiedlich stark vom Klimawandel bedroht und haben ungleiche Budgets zur Verfügung.
Welche Inhalte stehen im Mittelpunkt?
Im Zentrum stehen die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit. Es geht darum, ökonomische, ökologische und soziale Ziele in Ausgleich zu bringen. Im Spiel werden die Dimensionen repräsentiert durch den Klimaschutz, das Budget (das wir in Form von HAUS RISSEN Dollar) bereitstellen und den Lebensstandard der Menschen.
Wie läuft das Planspiel ab?
Nach einer kurzen Einführung, die sicherstellen soll, dass alle grundlegende Kenntnisse zum Klimawandel haben, machen sich die Teilnehmenden mit ihren Ländern vertraut. Alle Informationen gibt es digital auf der Plattform Senaryon, die planpolitik bereitstellt. Dort finden die Regierungen auch die Maßnahmen, die ihre Länder ergreifen können.
Und je nachdem, wie viele Treibhausgase in der ersten Runde eingespart werden, spielen wir in der zweiten Runde mit einem von drei möglichen Szenarien weiter. Die Länder werden entsprechend mit unterschiedlichen Extremwetterereignissen konfrontiert und müssen darauf reagieren.
Welche Herausforderungen gibt es?
Die Teilnehmenden erleben, wie komplex Kompromisse sind. Unterschiedliche Voraussetzungen der Länder beeinflussen die Verhandlungen stark und machen politische Entscheidungsprozesse sehr realistisch nachvollziehbar.
Welche Ziele verfolgt das Planspiel?
Es vermittelt Wissen über Ursachen und Folgen des Klimawandels und stärkt gleichzeitig Verhandlungsgeschick, Kompromissfähigkeit und das Verständnis internationaler Politik.
Für wen ist das Angebot geeignet?
Für Jugendliche ab 15 Jahren, bzw. ab der 10. Klasse.
Wie lange dauert es und wie viele können teilnehmen?
Das Planspiel ist für Gruppen von 12 bis 30 Personen konzipiert und dauert in der Regel einen Seminartag (ca. 09:00–15:30 Uhr inklusive Pausen).
Was macht das Planspiel besonders?
Die sechs fiktiven Länder stehen prototypisch für reale Ländergruppen. Durch das Planspiel wird deutlich, wie unterschiedlich die Staaten der Erde vom Klimawandel betroffen sind und wie ungleich Ressourcen verteilt sind. Gleichzeitig werden gegenseitige Abhängigkeiten erlebbar, weil z.B. Klimapolitische Entscheidungen in einem Land z.T. gravierende Auswirkungen in auf ein Anderes haben.
Liebe Julika, vielen Dank für das Gespräch.
Um unsere Arbeit nachhaltig auszubauen und mehr Schulen und Ausbildungsbetriebe zu erreichen, sind wir auf starke Förderpartner angewiesen. Lassen Sie uns ins Gespräch kommen, wenn Sie Bildungsformate und Planspiele mit gesellschaftlicher Wirkung unterstützen möchten.