AKTUELLES

AUS ALLERBESTEM HAUSE

„HAUS RISSEN ist ein Ort guter Ideen, ein Umschlagplatz freier Meinungen, an dem unterschiedliche Auffassungen zu Wort kommen und zu einem selbständigen Urteil führen.“

Karl Carstens  (Bundespräsident 1979 - 1984)

Aktuelles aus dem HAUS RISSEN

Besondere Veranstaltungen, innovative Seminare, ausgezeichnete Kooperationspartner, neue Gesichter und vieles mehr: In dieser Rubrik erfahren Sie Aktuelles aus dem HAUS RISSEN. Sie lesen zudem Statements zu aktuellen Geschehnissen, als persönliche Stellungnahme unserer Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Sicherheitspolitik und Jugendbildung.  

Die Ausrichtung der Bundeswehr nach der Zeitenwende

Wehrhaft oder zaghaft - PodiumsgästeAm 16. Mai 2024 diskutierte im HAUS RISSEN der Militärhistoriker der Universität Potsdam, Prof. Dr. Sönke Neitzel, mit mehr als 100 Gästen über die Frage nach der Ausrichtung der Bundeswehr mehr als zwei Jahre nach Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine und der Ausrufung der Zeitenwende durch Bundeskanzler Olaf Scholz.

Da die Wehrbeauftragte Dr. Eva Högl und Prof. Dr. Sven Gareis von der Führungsakademie der Bundeswehr leider kurzfristig ausfielen, diskutierte Dirk Schmittchen, Leiter des Bereichs für geo- und sicherheitspolitische Bildung von HAUS RISSEN, mit Prof. Neitzel auf dem Panel. Moderiert wurde die Veranstaltung von Helene Bührig, die ebenfalls im HAUS RISSEN als Referentin für Sicherheitspolitik tätig ist.

Unter den Gästen fand sich eine Vielzahl von Angehörigen der Bundeswehr ein, was uns besonders freute, hatte das Thema doch eine hohe Aktualität für die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr.

Schülerschaft der STS Lurup zufrieden mit Workshop zu ‚Medien & Politik‘

Schülerschaft der STS LurupAm 05. und 06. April 2024 war eine Delegation der Stadtteilschule Lurup nach Rissen gereist, um sich mit unseren Referierenden mit dem Verhältnis von Medien und Politik zu befassen. Und auch der NDR war mit von der Partie.

Qualitätsmerkmale im Journalismus

Im Gespräch mit dem Redaktionsleiter des Hamburg Journals (NDR), Jan Frenzel, konnten viele interessante Aspekte aus erster Hand aufgeworfen werden. Frenzel berichtete von Qualitätsmerkmalen im Journalismus, erklärte das 4-Augen-Prinzip, referierte zum 2-Quellen-Prinzip. Und auch über die aktuelle gesellschaftspolitische Situation einer erstarkenden rechtspopulistischen Partei und dem Neutralitätsgebot der öffentlich-rechtlichen Medien wurde beherzt diskutiert. Auch diverse kritische Fragen zur Arbeit des NDR musste sich Frenzel gefallen lassen.

Internet-Fake rekapituliert

Besonders pikant wurde es, als Frenzel einen kürzlichen Internet-Fake rekapitulierte, bei dem Inhalte des eigenen Magazins mit menschenfeindlichen Videoschnipseln kombiniert und via Tiktok viral gebracht wurden. Bei den jungen Gästen kam die Begegnung mit dem Redaktionschef spürbar gut an: „War wirklich gut. Er ist echt cool auf Fragen eingegangen und hat uns nicht wie kleine Kinder behandelt, sondern hat uns ernst genommen. Sehr sympathisch!“.

Am Abend des 11. April sind Jung bis Alt im HAUS RISSEN versammelt, um über die Thematik zu sinnieren, welche Bildungserfolge und -problematiken in Bezug auf die Klimapolitik zu beobachten sind. Dabei entwickelt sich ein spannender Austausch, bei dem auch aus dem Publikum wertvolle Beiträge zum Diskurs ins Spiel gebracht werden.

Die Diskussion ist produktiv bis hitzig. Provozierend wird gefragt, ob nicht auch unliebsamen Minderheiten mitgenommmen werden sollten. „Da ist schon die Frage falsch gestellt“, donnert es zurück.

Zitate des Abends

  • „Bildung ist einer der sechs gesellschaftsrelevanten tipping points“ unterstreicht Charlie Löbner aus dem Bildungsaktivismus.
  • „Unser Fehler: Wir reden immer mit und von den Extremen“, mahnt Dr. Dietmar Kress, der Leiter der Bildung bei GREENPEACE.
  • „Mit 1.5 Grad kann niemand etwas anfangen, das ist zu abstrakt“, schlussfolgert Catriona McLaughlin, Visionärin & Gründerin. 
  • „Es ist in den deutschen Curricula nicht vorgesehen, über Emotionen zu sprechen - es geht nur um Leistung in der Schule. Das könnte fatal werden.“
  • „Wir brauchen andere Formen des Lernens, die jungen Menschen müssen ganzheitlich auf diese neue Welt vorbereitet werden. Wir brauchen ein phänomenorientiertes Lernen."

Neues Nahost-Seminar von HAUS RISSEN orientiert sich an hoher Nachfrage vonseiten der Hamburger Schulen

Gesamtbericht zu den Seminaren

Kurzbericht Nahost SeminarAufgrund der aktuellen Gewalteskalation im Nahen Osten herrscht auch in den Schulen Gesprächsbedarf. Am 11. Januar 2024 waren daher zwei HAUS RISSEN-Referenten in der Stadtteilschule Wilhelmsburg zu Gast. Das in Kooperation zwischen Jugendbildungs- und Sicherheitsbildungsbereich konzipierte Seminar wurde von Schülerinnen und Schülern sehr gut angenommen.

Einleitend gab es von Seiten der Referenten eine historische Heranführung an das Thema und eine Schärfung des Bewusstseins für die hohe Komplexität der Probleme in der Region. Die Schülerschaft einer ausgewählten 10. Klasse, die sich bereits im Rahmen des Gesellschaftsunterricht mit dem Thema beschäftigt, ist sichtlich interessiert an den Inhalten. Schon zu Beginn des Seminars werden viele Fragen gestellt, Schlagzeilen aus der Presse und Inhalte aus den sozialen Medien werden von den Schüler:innen in die Diskussion eingebracht.

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