„HAUS RISSEN ist ein Ort guter Ideen, ein Umschlagplatz freier Meinungen, an dem unterschiedliche Auffassungen zu Wort kommen und zu einem selbständigen Urteil führen.“
Karl Carstens (Bundespräsident 1979 - 1984)
Aktuelles aus dem HAUS RISSEN
Besondere Veranstaltungen, innovative Seminare, ausgezeichnete Kooperationspartner, neue Gesichter und vieles mehr: In dieser Rubrik erfahren Sie Aktuelles aus dem HAUS RISSEN. Sie lesen zudem Statements zu aktuellen Geschehnissen, als persönliche Stellungnahme unserer Referentinnen und Referenten aus den Bereichen Sicherheitspolitik und Jugendbildung.
Die erste sicherheitspolitische Summer School des HAUS RISSEN
HAUS RISSEN, ein 1954 gegründetes überparteiliches, gemeinnütziges Bildungsinstitut in Hamburg, hat im August diesen Jahres erstmalig eine zweieinhalbtägige Summer School für Studierende und Interessierte aus ganz Deutschland angeboten, die finanzielle Förderung von der Bundeszentrale für politische Bildung erhalten hat.
Die interdisziplinär angelegte und somit allen Studiengängen und Hintergründen offenstehende Veranstaltung hatte zum Ziel, fächerübergreifend über die Zeitenwende und aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen zu informieren und Diskursfähigkeit zu fördern.
Prof. Marcel Fratzscher im HAUS RISSEN
Am 10. Juni 2024, einen Tag nach der Europa-Wahl mit Ergebnissen, die erkennen lassen, dass Demokratie angreifbar ist, hat Prof. Marcel Fratzscher, Präsident des DIW Berlin, zu einem Thema gesprochen, das für den Zusammenhalt von Gesellschaft und damit auch die Sicherung demokratischer Haltung nicht zu unterschätzen ist:
Der Generationenvertrag – Erfolgreiches Solidarprinzip oder utopisches Wunschkonzert?
Marcel Fratzscher begann mit einer Keynote unter dem Titel „Der neue Generationenvertrag“. Hintergrund: Das, was 1957 unter dem Begriff eingeführt wurde und seitdem immer wieder Anpassungen durchlaufen hat, ist dringend reformbedürftig. An vielen Studienergebnissen und anderen Daten aus der Forschung des DIW machte Prof. Fratzscher deutlich:
Unmittelbar nach der erneuten Gewalteskalation im Nahen Osten haben die beiden Bildungsbereiche des HAUS RISSEN ein interdisziplinäres Bildungsprojekt entwickelt. Die Idee: Sicherheitsexperte Dirk Schmittchen und Jugenddidaktiker Marius Fröchling gehen mit Schulklassen in einen interaktiven Austausch zu Problemlagen, Hintergründen und Lösungsmöglichkeiten im Nahostkonflikt.
Und so war am 11. Juni das Gymnasium Allee mit einer Gruppe vor Ort und am 12. Juni das Johann-Rist-Gymnasium.
Rollenspiele und Gruppenarbeiten
Das besondere Wechselspiel der beiden Referierenden kommt gut an: Während Dirk Schmittchen, der Leiter der Geo- und Sicherheitspolitik des HAUS RISSEN, gezielte historische und geopolitische Inputs in die Gruppe einstreut, sorgt Marius Fröchling für schnelle Formatwechsel und eine diskussionsfreudige Atmosphäre.
HAUS RISSEN übernimmt mit einem Team aus Profis der Politischen Bildung täglich Verantwortung für wesentliche Aufgaben der Demokratie-Förderung.
Als Verein sind wir auf Förderungen angewiesen. Die kommen in großzügiger Weise von privaten Spendern, von Stiftungen und auch aus Mitteln der öffentlichen Hand. Im Bundeshaushalt 2025 sind an dieser Stelle massive Kürzungen vorgesehen. Dadurch sind zivilgesellschaftliche Projekte und Initiativen gefährdet.
Eine starke Zivilgesellschaft ist das Fundament unserer Gesellschaft und auf Engagement in vielfältigen Bereichen angewiesen. Ohne staatliche Förderung bricht ein wesentlicher Teil der demokratisch organisierten Gesellschaft weg und verringert dann auch die Möglichkeiten, mit anspruchsvollen Bildungsprogrammen eine demokratische Gesellschaft zu stärken.
Darum hat sich HAUS RISSEN entschlossen, mit 143 weiteren Organisationen die Kampagne „Gerade jetzt. Für alle.“ zu unterstützen. Gemeinsam fordern wir, dass die Förderungen für politische Bildungseinrichtungen und bürgerliches Engagement nicht eingespart werden. Jetzt an der Zivilgesellschaft zu sparen hieße, die Demokratie zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt zu schwächen.
Auch Sie können sich einbringen, wenn Sie die Petition gegen Kürzungen gegen Kürzungen unterzeichnen. Wir brauchen breite Unterstützung – von staatlicher Stelle, von fördernden Institutionen wie von privaten Spendern. Damit wir Raum geben können für die Entwicklung von Bildung auf dem Boden des Grundgesetzes.